Ricarda Essrich

Bausektor verzeichnet bei Hoch- und Tiefbauprojekten erhebliches Wachstum

Anteil der Projekte für die öffentliche Hand fast 40 %

13. September 2017 | (0) Kommentare

Unter anderem der Bau der Follobahn steht auf der Liste der größten Bauprojekte in Norwegen. 

Große öffentliche Ausbauprojekte im Krankenhaus-, Straßen- und Gleisbau führen die Liste der größten Hoch- und Tiefbauprojekte in Norwegen an. Seit 2008 hat dieser Bereich um 60 Milliarden NOK zugenommen.

Die Gesundheitsbehörde Helse Sør-Øst, die staatliche Straßenbauadministration Statens Vegvesen und die Bahnbehörde Bane Nor betreiben einige der größten Projekte im Land, die sich entweder bereits im Bau befinden oder in den nächsten Jahren gebaut werden sollen.

„Es zeichnet sich ein eindeutiger Trend dahingehend ab, dass öffentliche Auftraggeber diese Liste viel häufiger als früher anführen. Das liegt daran, dass größere Ausbauprojekte für Straße und Bahn in wenigen Projekten zusammengefasst werden“, erklärt Pål Engeseth vom Informationsdienst Byggfakta AS. Von der durch diesen Dienst erfassten Gesamt Bauaktivität sind fast 40 % öffentlich und etwas mehr als 60 % privat.

Krankenhäuser und Straßen

Auf der Liste der größten Bauprojekte in Norwegen steht u. a. das neue Krankenhaus, das Helse Sør-Øst in Drammen baut. Der Projektrahmen beträgt mehr als 10 Milliarden NOK (ca. 1,1 Mrd. EUR). Zu den weiteren Großprojekten gehört z.B. das gigantische Follobahn-Projekt für Bane Nor. Der EPC-Vertrag für den Tunnelvortrieb mit TBM hat ein Volumen von 8,7 Mrd. NOK (ca. 926 Mio. EUR). Es ist der größte in der Geschichte von Bane NOR. 

Immer größere Aufträge

Auch der Verband der Baumaschinenlieferanten berichtet von gut gefüllten Auftragsbüchern. „In den letzten 10 Jahren haben die Investitionen in Tiefbauprojekte erheblich zugenommen‟, so der Geschäftsführer Trond Johannesen. 2008 haben die Investitionen noch 40 Mrd. NOK (4,2 Mrd. EUR) betragen, für 2018 rechne man mit rund 100 Mrd. NOK (ca. 10,6 Mrd. EUR). 

Die großen Hoch- und Tiefbauprojekte würden immer mehr wert und darüber hinaus zu größeren Aufträgen zusammengefasst. Der Verband sieht dies skeptisch. Bei mehreren kleineren Verträgen hätten auch kleine und mittlere Unternehmen eine Chance, als Generalunternehmer zu fungieren und nicht nur als Nachunternehmer.

Quelle: Teknisk Ukeblad
Bild: Follobaneprosjektet

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