Ricarda Essrich

Brückenprojekt: Klage von Porr und Skanska abgewiesen

1. Dezember 2017 | (0) Kommentare

Über diesen Sund soll die Brücke gebaut werden.

Gegen die Vergabe des Brückenbauprojekts Beitstadsunsbrua an das chinesische Unternehmen Sichuan Road & Bridge Group hatten die norwegische Porr-Tochter PNC Norge AS und Skanska Norge AS Klage eingereicht, weil sie die technische Qualifikation des Konkurrenten anzweifelten. Jetzt hat die norwegische Verkehrsbehörde Statens Vegvesen die Klage abgewiesen.

Am 6. November hatte SRBG den Zuschlag für den Bau der Beitstadsundsbrücke erhalten. Innerhalb der Einspruchsfrist, die bis zum 16. November lief, brachten beide unterlegenen Anbieter, die am Vergabeverfahren teilgenommen hatten, ihren Einspruch gegen die Vergabe vor, doch jetzt fiel die Entscheidung zugunsten des chinesischen Unternehmens aus.

„Unsere Juristen haben sämtliche Punkte in den Klagen der beiden Unternehmen geprüft und kommen zu dem Schluss, dass es keinen Grund für eine Änderung des Vergabebeschlusses gibt‟, erklärte der Projektleiter bei Statens Vegvesen Jo Bernt Brønstad.

Professionelles Verhalten

„Wir sind zufrieden, dass Statens Vegvesen sich auch bei diesem Teil der Vergabe so professionell verhalten hat‟, kommentierte der Projektleiter Lu wei von Sichuan Road & Bridge Group (SRBG) in Norwegen. Alexandros Tsetsis, Vertragsleiter und Pressesprecher von SRBG sagte: „Wir freuen uns über die Nachricht von Statens Vegvesen. Um einen bestmöglichen Projektbeginn sicherzustellen, setzen wir jetzt den Dialog mit unseren lokalen Lieferanten und Kooperationspartnern in Trøndelag fort. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Statens Vegvesen und Cowi. Jetzt werden wir die Ärmel hochkrempeln und uns an die Arbeit machen, die Beitstadsundsbrücke zu bauen.‟

Der Vertragsschluss soll bis zum 11. Dezember 2017 erfolgen.

Start verschoben

Das gesamte Projekt des Ausbaus der Kreisstraßen 17 und 720 Dyrstad-Sprova-Malm soll im Herbst 2019 fertiggestellt sein. „Wir haben auf allen Ebenen hart dafür gearbeitet, den gewünschten Fortschrittsplan einzuhalten, und haben das auch geschafft. Doch jetzt stellen wir fest, dass der Zeitplan für die Beitstadsundsbrücke am seidenen Faden hängt‟, so Brønstad.

Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung laufen viele Bestandteile gleichzeitig und beeinflussen sich gegenseitig. Die Bauzeit für die Brücke war grundsätzlich straff kalkuliert, und eigentlich war geplant, dass es möglich sein würde, bereits im Dezember mit dem Bau zu beginnen. "Das ist nicht mehr realistisch‟, bestätigte Brønstad.

Quelle: Anlegg&Transport
Bild: Statens Vegvesen

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