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Condotte verliert auch Storstrøm-Projekt

6. Februar 2018 | (0) Kommentare

Der Vertrag über den Bau der neuen Storstrømbrücke zwischen dem italienischen Konsortium, das den Zuschlag erhalten hat, und der dänischen Straßenbaubehörde Vejdirektoratet ist bereits seit längerem unterzeichnet. Jetzt verliert das Konsortium jedoch einen der drei Partner.

Weil das italienische Bauunternehmen Condotte, das sich in Italien in einem Rekonstruktionsprozess befindet, um der Insolvenz zu entgehen, eine wichtige gerichtliche Genehmigung nicht rechtzeitig erhalten hat, muss es jetzt das Konsortium verlassen. Bereits in der letzten Woche war bekannt geworden, dass das Unternehmen zwei Totalunternehmerverträge des norwegischen Follobahn-Projekts verliert.

Die beiden verbleibenden italienischen Unternehmen Itinera und Grandi Lavori Fincosit sind nun gemeinsam für den Bau der neuen Storstrømbrücke verantwortlich. Es wurde beschlossen, die Bankgarantie, die das Unternehmen stellen muss, von 15 auf 23 Prozent der Vertragssumme zu erhöhen. Damit stellt das Konsortium jetzt eine Garantie von 480 Mio. DKK (rund 64,5 Mio. EUR), bei einer Gesamtvertragssumme von 2,1 Mrd. DKK (282 Mio. EUR).

Ole Birk Olesen, Dänemarks Minister für Verkehr, Bauen und Wohnen, begrüßte die Entscheidung. „Es ist gut, dass Itinera und Grandi Lavor Fincosit eine so hohe Garantie stellen und dass sie in der Lage sind, das Projekt allein zu übernehmen. Jetzt können wir das Verfahren fortsetzen, sodass sich der Bau nicht verzögert.‟

Fertigstellung wie geplant

Die Straßenbaubehörde präsentierte bei einer Sitzung am 30. Januar 2018 der Schlichterkomission hinter dem Storstrømprojekt eine Untersuchung der wirtschaftlichen Situation des italienischen Konsortiums. Diese Untersuchung wurde aufgrund Condottes Rekonstruktionsverfahren veranlasst. Vor diesem Hintergrund bestätigte die Komission, dass die Behörde den Vertrag mit dem Konsortium unterzeichnen darf. Da Condotte jedoch nicht bis innerhalb der von der Komission gesetzten Frist eine notwendige Genehmigung beibringen konnte, ist das Unternehmen jetzt gezwungen, aus dem Konsortium auszutreten. Vejdirektoratet wird den Vertrag jetzt mit den verbleibenden beiden Unternehmen schließen.

Mit diesem Vertrag können die Arbeiten 2018 beginnen und wie geplant bis 2022/2023 abgeschlossen werden.

Quelle: Licitationen.dk

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